Fast jeder Mobilfunknutzer kennt die Situation, dass das Handynetz einmal überlastet und man somit weder erreichbar ist, noch abgehende Telefonate aufbauen kann. Nicht nur an Silvester ist dies regelmäßg der Fall, auch bei Großveranstaltungen oder bei größeren Ausfällen kann es zur Überlastung des Mobilfunknetzes kommen. Wer auf eine permanente Erreichbarkeit angewiesen ist, hat verschiedene Möglichkeiten, auf solche Situationen vorbereitet zu sein.

Eine Möglichkeit, die jedoch nur einem eingeschränkten Nutzerkreis zur Verfügung steht, ist die Beantragung einer sogenannten Vorrangschaltung. In dem seit 01.04.2011 gültigen Post- und Telekommunikationssicherstellungsgesetz (PTSG) ist genau festgelegt, welche Nutzergruppen eine solche Bevorrechtigung beantragen können. Zum berechtigten Nutzerkreis zählen neben Verfassungsorganen von Bund und Land auch Gerichte, Dienstbehörden der Streitkräfte, Katastrophen- und Zivilschutz und Hilfsorganisationen, Angehörige im Gesundheitswesen, Rettungsdienste, Rundfunkanstalten und Behörden von Bund, Land, Kommunen und Gemeinden.

Nutzer, für die eine Bevorrechtigung nicht vorgesehen ist, sollten nach Möglichkeit eine oder sogar mehrere SIM-Karten unterschiedlicher Mobilfunknetze bei sich führen. Häufig ist es so, dass nicht alle Netzbetreiber zeitgleich mit einer Überlastung des Handynetzes zu kämpfen haben. So kann beispielsweise trotz eines überlasteten D2-Netzes das Netz von E-Plus durchaus noch gut erreichbar sein.

Sicher ist dies nicht die komfortabelste Lösung, sie kann jedoch helfen, die Erreichbarkeit sicherzustellen.

Ist das Mobilfunknetz überlastet und Telefonie nicht mehr möglich, so kann in den meisten Fällen jedoch noch mit SMS gearbeitet werden. Da die Textnachrichten mit einer Größe von maximal 140 Byte über einen separaten Signalisierungskanal übertragen werden, funktioniert der Versand und Empfang von Textnachrichten trotz Netzüberlastung in den meisten Fällen weiterhin. So kann ein Mindestmaß an Kommunikation dennoch aufrechterhalten werden. Auch die Auswahl der Netzwerktechnologie kann eine große Rolle spielen. Sofern kein mobiles Datennetzwerk benötigt wird, sollte man das Engerät auf das reine GSM-Netz umstellen. Bei einer Überlastung des UMTS-Netzes (3G-Netz) können bei Auswahl

von GSM Telefonie- und Datendienste durchaus noch nutzbar sein.Gerade bei Großereignissen, die ein hohes Besucheraufkommen erwarten lassen, reagieren viele Netzbetreiber bereits im Vorfeld und erweitern mit zusätzlichen Sendestationen ihre Netzkapazität. Es kann also gerade wenn ein Großereignis absehbar ist, ratsam sein, sich bei seinem Mobilfunkanbieter zu erkundigen, ob das Handynetz für den betreffenden Zeitraum aufgerüstet wird.

Quelle: http://www.kumita.de/ratgeber/sms/handynetz-ueberlastet-dann-lieber-sms-schicken-1248.html.